Ezgi Erol at/bei Wienwoche 2018

krieg kuratieren

Ausstellung

wienwoche 2018

Bildsujet Ausstellung krieg kuratieren: Installation von Hito Steyerl, "Is the Museum a Battlefield?", 2013 (Two channel digital video, sound, Artists Space, New York)

WANN:
Sa, 15. 9. – So, 23. 9.2018

WO:
The DESSOUS Galerie, Anton-Scharff-Gasse 4, 1120 Wien

Künstler_innen werden im Krieg verfolgt. Aber Kunst kann aus dem Geschäft mit dem Krieg auch Profit schlagen. Die Ausstellung krieg kuratieren wirft einen prüfenden Blick auf Kunstproduktion und Kunstmarkt, ihre Komplizenschaft mit Waffenhandel und Krieg und ihre Widerstandskraft dagegen.

Eine Hand hält das Foto eines Mannes: Abgebildet ist der Polizist Ayhan Çarkın. In ihrem Video erzählt belit sağ nicht nur die Geschichte eines tausendfachen Mörders, sondern auch jene einer Kunstgalerie, die davon nichts wissen will. Ihre Arbeit „Ayhan and me“ ist im September in der von Ezgi Erol konzipierten Ausstellung krieg kuratieren in Wien zu sehen.

Kunst findet viele Formen, über Krieg zu sprechen. Kunst kann vom Krieg aber auch profitieren. Mit einer simplen Patronenhülse macht Hito Steyerl darauf aufmerksam, dass der Hauptsponsor der 13. Istanbul-Biennale sein Kapital mit dem Waffengeschäft vermehrt – was bedeutet das für die dort ausgestellte Kunst? Ana Hoffner wirft einen Blick in das Wohnzimmer der Kunstsammlerin und Thyssen-Erbin Francesca Habsburg, Begründerin und Leiterin von Thyssen-Bornemysza Art Contemporary. Habsburgs Erbschaft und zugleich das Vermögen für die Sammlung stammt aus der Kapitalbeteiligung an ThyssenKrupp, die U-Boot-Teile für die Waffenindustrie herstellen.

Wann hat Kunst die Möglichkeit, mit Kriegstreiberei zu brechen, und wann wird sie selbst Teil des Systems? Welche Erzählungen über den Krieg haben Gültigkeit? Die Kuratorin Ezgi Erol stellt mit einer Reihe von internationalen künstlerischen Positionen das Verhältnis von Kunst und Krieg in der Meidlinger The DESSOUS Galerie zur Disposition.

Kuratorin: Ezgi Erol
Mitwirkende Künstler_innen: Baran Çağınlı, Alice Creischer & Andreas Siekmann, Ana Hoffner, Fatoş İrwen, İhsan Oturmak, belit sağ, Songül Sönmez, Hito Steyerl
Projektassistenz: Dilan Şengül
Aufbau: Piotr Reisig, Johann Schoiswohl
Grafik: Toledo i Dertschei
Produktion: WIENWOCHE
In Kooperation mit:
teneke – Verein für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Kommunikation
The DESSOUS Galerie
ÖH Uni Wien

Veranstaltungssprachen: Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildsujet: Installation von Hito Steyerl, “Is the Museum a Battlefield?”, 2013 (Two channel digital video, sound, Artists Space, New York)
Foto: (C) Matthew Septimus

AfroRainbow at/bei Wienwoche 2018

A Punch Below The Belt

Wrestling Religious Homophobia in the African Diaspora
Afro Rainbow Austria

Bildsujet für die Veranstaltung A Punch Below The Belt: (C) LIGA: graphic design

WANN:
Do, 20. 9., 18:00 – 22:00

WO:
Brunnenpassage, Brunnengasse 71, 1160 Wien

wienwoche 2018

Bist Du LGBTIQ+ und wirst von Herkunftscommunity und Mehrheitsgesellschaft mit offenen Armen empfangen? Wunderbar! Oft ist jedoch das Gegenteil der Fall: In der Diaspora-Community ist das Coming-out fast unmöglich, in der LGBTIQ+-Szene herrscht – wie in der Gesamtgesellschaft –struktureller Rassismus. Dagegen wird in der WIENWOCHE live gekämpft.

Vier Pfeiler mit Seilen mimen den Ring, hier findet das Wrestling statt. Gekämpft wird um eine Gesellschaft ohne Homophobie und Rassismus. In den Ring steigen: die Fearless Freedom Fighters (der christliche Priester Reverend Jide Macaulay, der islamische Gelehrte Ishmael Omumbwa Ondunyi und Henrie Dennis, Gründerin der gastgebenden Organisation AFRO RAINBOW AUSTRIA) gegen die Cunning Conservatives (in Person des Schauspielers Patrick Bongola), genau beobachtet von der Schiedsrichterin Djamila C.A. Grandits.

Diaspora-Communities können Schutz und Empowerment bieten, aber auch repressiv und gewalttätig sein. Zum Beispiel, wenn weite Teile der Community streng religiös und konservativ sind und eines ihrer Mitglieder sein Coming-out wagt. Die performative Diskussionsveranstaltung A Punch Below The Belt richtet sich aber nicht nur an die afrikanische Diaspora. Auch die LGBTIQ+-Szene in Wien muss sich gefallen lassen, auf rassistische Strukturen hin abgeklopft zu werden.

Wenn Homophobie und Rassismus am Ende des Abends mit einem finalen Bear Hug erledigt wurden, wird es ganz im Stil großer Sportveranstaltungen eine live Studioanalyse geben, um das Gehörte und Gesehene zu diskutieren.
Performative Diskussion
Konzept/Regie: Leni Wiebach und Henrie Dennis für Afro Rainbow Austria
Performative Diskussion: Ishmael Omumbwa Ondunyi, Reverend Jide Macaulay, Henrie Dennis, Patrick Bongola, Djamila C.A. Grandits
Grafik Design: LIGA: graphic design
Produktion: WIENWOCHE
Kooperation: Brunnenpassage

Veranstaltungssprache: Englisch
Bildsujet: (C) LIGA: graphic design

Detailprogramm
Do, 20. 9., 18:00 – 22:00
Wrestling Religious Homophobia in the African Diaspora.Performative Diskussion
Brunnenpassage, Brunnengasse 71, 1160 Wien

Die performative Diskussion ist barrierefrei erreichbar.
Kostenlose Platzkarten unter reservation@wienwoche.org

 

You better be hungry! 13-07-2018

AfroRainbowAustria presents:

Queer African Community Kitchen

AfrorainbowAustria presents Queer African Community Kitchen_072018

Starting from this Friday the 13th of July, we have something very special on the menu* for you! Original African food** and drinks prepared with love, extra for you.

*Spendenbasis und solange der Vorrat reicht
**including Vegetarian or Vegan

When / Wann:
Happening #EVERY Friday, 18:00
Jeden Freitag, 18.00

Where/ Wo:
Planet 10 Pernerstorfergasse 12, 1100

Open for all! Spread the word and bring your friends!
Offen für Alle! Weitersagen und Freund_innen mitbringen!

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